Prolog: Anreisetag 16.4.
Auch bei einer Reise allein möchte ich nicht auf den Anreisetag verzichten. Die Atmosphäre am Flughafen und das entspannte Reisen am eigentlichen Abflugtag ist ein Komfort, den ich nicht missen möchte.
Dieses Mal brauche ich kein Shuttle oder eine Bahnreise um nach Frankfurt zu gelangen. In meiner Freizeit (also wenn ich nicht in Vegas bin) betreibe ich eine kleine Werbeagentur und ein lieber Kunde aus Darmstadt hat eine neue Fahrzeugbeschriftung benötigt. Also hab ich ihm das frisch beschriftete Fahrzeug gegen 12 Uhr abgeliefert, und er hat mich dann zum Flughafen gebracht.
Ich war also verdammt früh dran. So früh, dass ich eigentlich nicht damit gerechnet hatte, dass mein Zimmer im Hilton bereits fertig ist.
Doch – Überraschung – ich durfte bereits einchecken. Also Koffer ins Zimmer, kurz in urlaubstaugliche Klamotten werfen und ab in Richtung City.
Als erstes wollte ich aber noch was ausprobieren. Nächste Woche eröffnet ja offiziell das Terminal 3 und ich habe Videos vom neuen Skytrain gesehen, der alle Terminals miteinander verbinden wird.
Ich werde fündig. Der Eingang zur neuen Station ist am Ende der Autobahnbrücke zwischen Squaire und dem Terminal 1. Der neue Zug gibt kräftig Gas und nach etwa 2 Minuten ist man am Terminal 2. Das ist eine große Erleichterung im Vergleich zum alten Skytrain.
Ich bleibe sitzen und hoffe, einen Blick ins Terminal 3 werfen zu können. Stattdessen werde ich aber geworfen – aus dem Zug. Ich konnte keinen Mitarbeiterausweis von Fraport vorweisen.
Egal. Ich shuttle wieder zurück zum Terminal 1 und gehe zum Regionalbahnhof.
In der City verköstige ich mich in der Kleinmarkthalle mit einer Rindsworscht und schlendere ein bisschen durch die Läden.

Allzu viel shoppe ich aber nicht – zudem zieht sich das Wetter irgendwie zusammen und es wird ungemütlich, also wieder in Richtung Hilton.
Um 18 Uhr bin ich mit dem Pädagogen verabredet. Der kam erst vor einigen Tagen aus Vegas zurück und wir fachsimpeln uns durch den Abend. Nach mehreren Getränken in der Hilton Executive Lounge wechseln wir in die Hotelbar und neben diversen Äpplern und Bieren finden auch Fireballshots den Weg in unser Inneres.

Wir scherzen kurz, wie es denn wäre, wenn man wegen übertriebener Zecherei mal einen Flug NACH Vegas verpasst!
Gegen 23 Uhr bin ich im Bett – ein schöner Tag.
Tag 2: Frankfurt -> Atlanta -> Vegas / Wien -> London -> Vegas
Alle Wege führen nach Vegas. Aber heute sind die Pfade unterschiedlich. Ich fliege mit Delta von Frankfurt über Atlanta nach Vegas – der VegasÖsi von Wien über London!
Ich wache viel zu früh auf. Finde ich aber nicht schlimm – ich habe genügend Zeit zu lümmeln, schaue noch ein bisschen Wrestling und um kurz nach 6 gehe ich frühstücken.
Hier bin ich dieses Mal besonders erfreut. Das Buffet hat jetzt einen „Gesund-Kühlschrank“ mit diversen Smoothies, Ingwershots & Overnight Oats. Ich mampfe alles und rede mir ein, dass das die zahlreichen Bud Lights der nächsten Tage ausgleichen wird.




Vom Airport Wien erhalte ich auch erste Bilder – alles an Bord: Es kann losgehen! Der Check-in im Terminal 2 läuft entspannt und ich begebe mich zur Priority Lounge. Gegessen hab ich im Hilton genug, daher gibt’s hier nur Tee und Sprudel… und einen Anruf vom VegasÖsi.
Ich zitiere mal kurz einen Satz aus dem Bericht des gestrigen Tages:
Wir scherzen kurz, wie es denn wäre, wenn man wegen übertriebener Zecherei mal einen Flug NACH Vegas verpasst!
Ich bin komplett fassungslos. Die anderen Loungebesucher dachten bestimmt, mir wäre gerade die Nachricht eines Todesfalls überbracht worden. Der VegasÖsi hat es geschafft, seinen Flug von Wien nach London zu verpassen. Irgendwie – er weiß auch nicht wie – ist er am Gate sitzend weggepennt, und der Flieger ist irgendwann ohne ihn abgeflogen.
Er konnte umbuchen – kommt jetzt aber erst Samstag um 20 Uhr an. Ich ringe nach Fassung – er tut mir natürlich verdammt leid, aber ich bin auch ein bisschen angefressen. Einige der Pläne sind jetzt futsch und das ärgert mich.
Zu seiner Verteidigung: Er hat zwei kleine Kinder daheim, die ihm wohl ab und an den Schlaf rauben. Es ist wie es ist – machen wir das Beste daraus!
Der Flieger boarded mit etwas Verspätung, startet aber recht pünktlich. Es gibt kostenloses WiFi für alle – das finde ich toll. Und das Ganze ist sogar so schnell, dass ich diese Zeilen quasi live aus dem Flieger schreibe.
Es gibt Beef Braised Short Rib: ein Klassiker bei Delta. Den Nachtisch skippe ich mal wieder – das Frühstück in der Hilton Lounge war üppig.
Ansonsten verläuft der Flug relativ ruhig und wir landen überpünktlich in Atlanta. Die Immigration absolviere ich in Rekordzeit, aber vor die Lounge hat der liebe Gott noch die TSA gesetzt, und die hat es heute in sich: Es bewegt sich alles sehr langsam. Ich habe die Meldungen gelesen, aber schnell wieder vergessen. Währenddessen informiert mich die Delta App, dass der Flug um eine Stunde verschoben wurde – daher bin ich relativ entspannt. Nach einer guten Stunde bin ich aber durch.
Das Abfluggate liegt exakt am anderen Ende des Flughafens. Neben einer Bahn verläuft aber auch ein Tunnel-Fußweg und dieser ist wirklich sehenswert:
Nur zwei Beispiele:
Zwischen den F- und E-Gates ist eine Ausstellung zur Geschichte des Flughafens. Für einen Aviation- & Retro-Geek wie mich ist das ein Fest.












Zwischen den T- und A-Gates ist ein „Wald“ aufgebaut – mit Vogelgezwitscher. Eine wirklich kreative Art, die sonst so kahlen Tunnel etwas angenehmer zu gestalten.
Die meiste Zeit verbringe ich in der Delta Lounge direkt neben dem Abfluggate.


Als der Flieger aber nochmal um eine weitere Stunde nach hinten verschoben wird, verlasse ich die Lounge irgendwann und vertrete mir die Beine.
Wir fliegen mit 2,5 Stunden Verspätung ab – Grund ist wohl ein größeres Unwetter.



EGAL – DA!
Check-in im Cosmo – schnell und unkompliziert. Ich lande im Chelsea Tower im 32. Stock. Ich bin zu müde, um intensiver zu verhandeln, und akzeptiere das ausnahmsweise mal.
Mein Zimmer ist nah am Aufzug – kein lang lang Gang.
Im Casino bleibe ich bis fast 1 Uhr und zocke mich durch diverse Büffel-, Mumien- und Huff-’n‘-Puff-Variationen. Dieses Mal verlasse ich das Casino am Anreisetag sogar mit einem Plüsschen!




Hallo Vegas – schön dich wiederzuhaben!
Tag 3: Wrestlemania Saturday
Trotz Zockerei bis nach Mitternacht wache ich früh auf. Einmal mehr merke ich, dass es doch gut ist, seine Frau in Vegas dabei zu haben. Die bringt nämlich ne Kaffeemaschine mit – und die fehlt mir jetzt.
Mürrisch gehe ich also erst einmal ins Gym und trabe eine Stunde lang vor mich hin.
Nach dem Training stelle ich aber einen entscheidenden Vorteil vom Chelsea Tower fest: Die VIP Lounge ist direkt gegenüber von den Aufzügen und die haben exzellenten Kaffee (sogar vom Kaffeesnob aus Österreich verifiziert – ja, er wird es irgendwann schaffen!).
Übrigens ist diese Lounge nach wie vor für jeden zugänglich. Es steht zwar ein Platinum/Noir-Schild dran, aber im Gegensatz zu den Lounges im MGM und Aria muss man hier keine Karte zeigen.
Zweiter Tagesordnungspunkt: Wrestlecon. Die Messe, bei der man viele Stars live erleben kann, findet dieses Mal im Horseshoe statt. Ich mache mich also auf den Weg und wandere durch das Paris in Richtung Convention Center im ehemaligen Bally’s. Die Messe hat noch nicht geöffnet und so laufe ich erstmal über die Straße und gehe an die Bar im Cromwell/Vanderpump.
Hier quatsche ich etwas länger mit der Barkeeperin, die ihren Unmut über die Umgestaltung von Cromwell zu Vanderpump durchblicken lässt. Ich bin auch recht skeptisch. Die schöne Bar an der Lobby ist zu, der Sportsbook leergeräumt und eine Verschönerung kann ich hier bis jetzt auch nicht erkennen. Sehr schade: Das Cromwell hatte mal nen besonderen Vibe.
Anschließend geht’s wieder zurück zur Wrestlecon.
Dieses Mal habe ich mich auf ältere Legenden eingeschossen – es gibt Fotos mit Ric Flair, Mick Foley und Hacksaw Jim Duggan!
So lange bleibe ich aber gar nicht. Wrestlemania beginnt früh und ich wollte Christina noch die Mitbringsel von zu Hause vorbeibringen. Außerdem vermute ich, dass bei meiner Reservierung was schiefgelaufen ist. VegasÖsi ist aus Versehen auf das gleiche Zimmer wie ich gebucht – das will ich trotz langjähriger Freundschaft nicht. So ein eigenes Zimmer, ein eigenes Klo…
Christina fixt das aber sehr schnell!
Da der Herr Österreicher erst um 20 Uhr in Vegas landet, ist sein erster Vegas-Tag und auch der erste Tag von Wrestlemania futsch. Das Ticket möchte ich aber nicht verfallen lassen und ich freue mich sehr, dass Christina mitkommt.
Der MGM-Fahrerservice bringt uns zum Allegiant Stadium. Der Fahrer kennt alle Abkürzungen und umfährt die Staus rund um das Allegiant gekonnt.
Wie beim American Football im Dezember sitzen wir im MGM Club Bereich. Die Sitze und der Blick sind gut – eine Open Bar und ein Buffet gibt’s aber dieses Mal nicht.
Es ist interessant, mit Christina mal außerhalb ihres Host-Büros zu reden. Sie kennt das Allegiant Stadium sehr gut: Sie hat vor ihrem Host-Job bei MGM dort die Suiten betreut und kann mir erzählen, welches Casino welche Suites hat und was sowas ungefähr kostet.
Überhaupt kriege ich heute viele Insights aus dem Casino-Leben!
Der Event selbst ist toll! Wir sitzen deutlich näher und mittiger als beim letzten Mal.

Neben den eigentlichen Matches sind die spektakulären Einzüge der Wrestler ein Highlight:
Ein weiterer Klient von Christina und gemeinsam erklären wir ihr alles, was man so wissen muss, wenn man zum ersten Mal zu einem Wrestling-Event geht. Christina kommentiert das zwar alles mit einem gewissen Sarkasmus – aber Spaß macht ihr das Ganze schon.
Nach dem Event kommt der eigentliche Vorteil vom MGM-Fahrerservice: Im vergangenen Jahr stauten sich die Massen so sehr, dass wir locker 1,5 Stunden gebraucht haben, um nur mal am New York New York zu sein, wo sich die Massen dann etwas verteilten. Keine 10 Minuten nach Ende der Veranstaltung sitzen wir im schicken Cadillac Escalade. Fahrer ist der Verlobte einer Freundin von Christina, die auch im Cosmo arbeitet.
Christina möchte mir ihre Freundin vorstellen. Sie arbeitet heute im Talon. Das ist der High Limit Bereich im zweiten Stock neben den Hotelaufzügen. Dort hab ich mich noch nie reingetraut. Grundsätzlich ist es einfach ein weiterer High Limit Bereich mit Table Games & Slots. Hier verbringen wir noch ne gute Stunde, bis ich die Meldung bekomme, dass VegasÖsi ENDLICH auch in Vegas angekommen ist.
Er schnappt sich einen Uber und als zuverlässiger Reiseführer erwarte ich ihn am Valet.
Er wirft sich kurz unter die Dusche und kurz vor 11 geht’s nach Downtown.
Eric und Marisol haben heute Dienst und wir gönnen uns bei Eric Biere (ja, ich weiß – Frevel!).
Bei Marisol machen wir im Anschluss weiter. Ich überbringe ein paar Mitbringsel. VegasÖsi hält trotz Jetlag überraschend gut durch – erst um 2 Uhr morgens lassen wir uns zurück ins Cosmo ubern.
Laut meiner Fotogalerie war irgendwer (vermutlich ich) noch bei Secret Pizza!

Tag 4: Mimosa Madness
Heute gibt es einen Programmpunkt auf den ich mich sehr freue. In den vergangenen Jahren hat sich auf Twitter eine kleine aber feine Truppe an netten Menschen angesammelt mit denen ich immer mal wieder über Vegas siniere.

Hier versammeln sich heute insgesamt 25 Menschen: Amerikaner, Kanadier, 1 Deutscher und 1 Österreicher. Völlig unterschiedliche Menschen: High Roller, Low Roller, Menschen die einfach nur gerne Essen oder Trinken. Jeder genießt Vegas auf seine eigene Art und es wird akzeptiert.
In Kontakt war ich vorher vor allem mit Stripstumble. Er betreibt eine Webseite mit verschiedenen Karten zu Strip-Aktivitäten. Sehr unterhaltsam! Ich kann seine Webseite nur empfehlen!
Das Ganze findet im Rosa Mexicana statt. D.h. vom Cosmo aus nur einmal über die Brücke und schon kann man von der Rolltreppe aus sehen was einen erwartet.

Wir belegen den großen Teil der Außenterasse.



Im Mimomas trinken bin ich allerdings nicht geübt. Zum Glück gibt es aber auch ein mexikanisches Frühstück dazu! Pancakes, French Toast, Enchiladas & Chilaquiles! VegasÖsi bleibt bei Mimosa – ich trinke eine Spicy Margharita (sehr lecker!) & Bloody Mary!
Auch alterstechnisch ist hier eine große Bandbreite anwesend. Ich schätze es beginnt in den frühen 30ern und endet in den späten 60ern Vegas ist was für alle!
Ein richtig schönes Treffen und durchaus ein Highlight des Trips!
Wir laufen zurück ins Cosmo und lassen uns Punkt 13 Uhr mit vom MGM Driver zum Allegiant Stadium bringen. Wir kommen früh an und haben viel Zeit. Wir drehen erst eine Runde um das gesamte Stadion herum bevor wir unsere Plätze suchen. Diese sind heute nochmal ein Stück weiter vorn als gestern. Wir befinden uns schon bei den Tribünen die zusätzlich im Infield aufgebaut wurden!



Die Plätze sind der Hammer. Wir können tatsächlich Matches im Ring sehen ohne auf die Videowalls zu schauen. Hier unten ist auch die Stimmung nochmal deutlich intensiver als letztes Jahr in den Rängen.
Nach der Show bringt uns der Limoservice wieder zum Cosmo! Eine geile Sache!
Österreich schwächelt allerdings bzw. zeigt leichte Jetlag-Spuren und will sich mal kurz hinlegen.
Nachdem aus diesem „kurz“ mal etwas länger wird frage ich bei Twitter nach #MimosaMadness überlebenden und finde sie.
Ich treffe mich mit Stripstumble und einem weiteren Überlebenden im Planet Hollywood.

Wir zocken erst ne Weile an der Bar und gehen dann ins Cosmo.
Stripstumble spielt nur Tablegames und ich meistens Slots. So einigen wir uns darauf dass jeder 100 Dollar in der fremden Profession ausprobiert. Wir fangen beim Tablegaming an und spielen Roulette. 25 Dollar Minimum. Meine 100 Dollar reichen eine Weile und während Stripstumble nachlegt macht mir das Ganze eine gute halbe Stunde Spaß. Anschließend probieren wir Slots. Der Versuch dauert 2 Minuten.
Ich glaube ich konnte den netten Kartenersteller nicht überzeugen.
Mir ist noch nach einer Runde essen. Da ich gestern schon bei Secret Pizza war wird es heute Moneyline Pizza im Aria. Ich verspeise die leckere Pizza am Slot und habe einen ersten Handpay!
Irgendwann meldet sich auch Österreich wieder aus dem Koma zurück – und Österreich ist unverschämt wach und unternehmungslustig. Wir zocken ein wenig an der Sportsbar im Aria aber irgendwann kickt bei mir die Müdigkeit. Ich lasse den Wiener an der Chandelier-Bar im Cosmo zurück und gehe ins Bett.
Tag 5: Barbecue
Ich brauche heute ein bisschen länger, um an den Start zu kommen. Zum Frühstück wollen wir heute zu einem BBQ. Ursprünglich hatte ich Soulbelly BBQ geplant aber die haben montags leider zu. Stattdessen geht es kurze Zeit später zu Rolling Smoke BBQ.
Vor vielen Jahren waren Doro und ich mal beim Ableger im Pawn Plaza. Mit meinem Kumpel zu einem BBQ zu gehen, macht aber deutlich mehr Sinn: Doro isst ja doch hauptsächlich die Beilagen. VegasÖsi schätzt Ribs, Pulled Pork & Turkey genauso wie ich.
Wir teilen uns eine Pitmaster Platter: Es ist ein Fest!


Das Ganze kostet für rund 40 Dollar und macht zwei hungrige Männer pappsatt!
VegasÖsi hat sich für diesen Trip ein Offstrip Casino gewünscht. Ich schlage das Red Rock vor. Das ist zwar weit draußen, aber hier kann man schon einige Zeit verbringen.
Am Eingang wird darauf hingewiesen: Hier wird gedreht! Das haben wir zwar schon öfters gesehen, aber hier wurde tatsächlich ein ganzer Bereich abgesperrt


Wir spazieren erstmal eine Runde durch das riesige Resort und setzen uns dann an die riesige Sportsbar und stehen für eine Weile (und einige Biere…sowie einige Geldscheine) nicht mehr auf. Glücklicherweise habe ich zwischendrin mal nen kleinen Keno-Hit:

Irgendwann wird VegasÖsi aber müde. Unsere Jetlags sind nicht synchron – Sauerei! Der verpasst nie wieder nen Flug!!!
Wir lassen uns zurück ubern und Wien zieht sich zurück. Mich zieht es an die Tables – Stripstumble hat nen guten Job gemacht. Mit 100 Dollar starte ich am 25 Dollar Table und bleibe dort für eine sehr lange Zeit. Ich switche mal die Tische aber am Ende bleiben gut 300 Dollar hängen.
Die Punkte für den Status verdiene ich hier nicht – keine Frage. Aber es ist mal ne willkommene Abwechslung zu „drück drück drück“.
Irgendwann erwacht Österreich wieder von den Toten und wir laufen Richtung New York New York. Die Piano Bar war ein weiterer Punkt auf der Bucket List.
Wie durch ein Wunder ergattern wir sofort zwei Plätze an der Bar. Zunächst nicht nebeneinander aber irgendwann dann schon.


Die Pianisten sind wie immer toll und unterhalten die Menge. Zwischendrin versüßt mir ein 1600 Dollar Keno-Gewinn den Abend. Ich bin in Spendierlaune und lasse die Pianisten „Get Lucky“ von Daft Punk zum Besten geben – ein Song der uns beide seit langer Zeit verbindet.
Blöderweise bin ich gerade austreten als die Barden loslegen, aber ich bekomme den Großteil des Songs noch mit!
Wir stolpern (nein – gehen kann man das nicht mehr nennen) noch weiter ins Excalibur. Im jetzigen Zustand eine fragwürdige Entscheidung. Tatsächlich setzen wir uns an die unfassbar unschöne Tiki-Bar. Tut es nicht. Vor allem nicht nach 2 Stunden Piano Bar.
Ich merke, dass der Rückweg schwierig sein könnte. Wir bestellen uns tatsächlich einen Uber vom Excalibur ins Cosmo.
Ich verschwinde sofort im Bett – geiler Tag aber Feierabend.
Österreich verbringt angeblich noch einige Stunden am Chandelier.
Tag 6 – Psychedelische Grenzerfahrung & Technische Horizonterweiterung
Wir starten heute wieder nicht ganz so früh. Es geht aufs Ende zu, und das bedeutet, dass man doch etwas länger schläft.
Da ich noch ein paar Resortcredits übrig habe, suche ich in der MGM-App nach möglichen Frühstücksoptionen und lande schließlich beim Primrose im Park MGM. Ein schönes Restaurant in der Nähe der Lobby.




Es gibt für uns beide Steak & Eggs. Unter den etwas teureren Frühstücksoptionen eine gute Wahl – wir waren beide sehr satt und zufrieden.
Anschließend gehen wir über die „Straße“ ins New York-New York. Das hat gestern sehr gut funktioniert – heute doch bestimmt auch?
Ich gehe auf den Slotfloor und erlebe eine desaströse halbe Stunde. So desaströs, dass ich für den Anschluss eine Nicht-Zocker-Aktivität vorschlage – und zwar: Omega Mart.
Doro und ich haben diesen Ort kurz nach der Pandemie besucht. Eine psychedelisch-verrückte Kunstinstallation. Im Vordergrund ein Supermarkt mit diversen Durchgängen und Höhlen in den „Backstage-Bereich“. Dort wiederum unzählige Räume mit interaktiven Elementen.
Es ist irre schwer, das Ganze in Worte zu fassen. Am besten einfach selbst hingehen. Die gut 60 Dollar sind eine gute Investition.



In der Area 15 sehe ich Werbung für Zoox. Diese fahrerlosen Autos faszinieren mich, seit ich sie das erste Mal gesehen habe. Im Moment befindet sich das Ganze noch in der Testphase und ist kostenlos.
Zoox fährt noch nicht überall: Pick-up/Drop-off-Points sind am Wynn, Resorts World, Fashion Show Mall, Luxor, Top Golf und (eigentlich) der Area 15. Dort ist aber gerade ein Event an der eigentlichen Pick-up-Location. Deswegen lassen wir uns zum Resorts World ubern.
Wir kommen direkt beim Zoox-Stand am Valet raus.




Spaß beiseite: Die Musikanlage ist ein Ohrenschmaus! Die gut siebenminütige Fahrt genießen wir in vollen Zügen.
Wir haben später die Sphere auf dem Plan. Da wir noch etwas Zeit haben, suchen wir etwas zum Zocken. Im Wynn finden wir keine freie Casinobar. Wir wandern weiter ins Venetian und landen schließlich im Casino Royale.
Hier hatte meine Gattin vor einiger Zeit einen Royal Flush – wir versuchen (leider erfolglos), ihr das nachzumachen.




Als Nächstes geht es in die Sphere. Dort gibt’s den Wizard of Oz. Es ist wie immer beeindruckend. Auf eine genauere Beschreibung verzichte ich allerdings – das könnt ihr im Reisebericht vom vergangenen Winter nachlesen.
Wir laufen zurück ins Venetian. Das ist etwas haarig, da die Brücke zum Venetian wegen einer Adobe-Messe gerade gesperrt ist. Vom Wynn aus lassen wir uns nach Downtown ubern.
Heute gibt es keine Gnade – ich will die beste Pizza der Welt, ob VegasÖsi jetzt will oder nicht. Er will nicht, unterstützt mich aber und isst ein paar Stücke der grandiosen Chicago Cracker Thin Pizza.
Danach zocken wir uns ein bisschen über die Fremont Street. Im Fremont Casino haben sowohl VegasÖsi als auch meine Wenigkeit Glück an der Bar.
Irgendwann wird es Zeit, wieder in Richtung Strip zu ubern. Österreich wünscht sich noch einen Stop beim Kräuterfachhandel des Vertrauens. Soll er bekommen.
Anschließend geht’s nach Hause, wo wir uns dieses Mal trennen – ich beackere die Slots, Österreich die Bars.
Tag 7: Goodbye Vegas
Wenn man Vegas nicht verlässt – dann kann man sich nicht darauf freuen, wieder herzukommen.
So sage ich mir das zumindest immer.
Trotzdem sind letzte Tage in Vegas immer etwas seltsam.
Wir gönnen uns ein letztes ausgiebiges Frühstück im Wicked Spoon Buffet. Nachdem diverse Angry Mac & Cheese und Wicked Fried Chicken den Weg in unser Inneres gefunden haben, zocken wir etwas an der hauseigenen Sports Bar.
Ich mache noch einen kleinen Abstecher in die Lounge, verifiziere nochmal den Transport für den Folgetag und packe schon mal die Sachen.
Für den Abschiedstag nehmen wir uns eine kleine „Crusty Casino“-Tour vor. Über das MGM Grand statten wir zunächst dem Oyo – aka Hooters, aka „Schlechtestes Hotel in Vegas XX Years in a Row“ – einen Besuch ab. Trotzdem schwimmt ein wenig Nostalgie mit: 2009 war das unser erstes Hotel in Vegas.

Die Sportsbar ist ganz nett, und die Kellnerin gibt ihr Bestes. Es gibt Bier in Henkelgläsern!
Als Nächstes lassen wir uns zum Ellis Island ubern. Das wurde vor Kurzem ausgiebig renoviert, und wir nehmen zunächst an der neuen Casino Bar Platz. Zwei Biere der eigenen Brauerei versüßen uns die ansonsten erfolglose Zockerrunde.

Im Village Pub Cafe kehren wir ein. Es gibt wie immer ALLES – vom Frühstück bis zum BBQ ist die Auswahl groß, und jeder findet was. Für mich gibt es Grilled Cheese, die Reisebegleitung vertilgt einen Burger.
Wir legen uns beide nochmal hin, und ich schlafe selig ein. Erst um Mitternacht erwache ich wieder. Die Mission ist klar: heute muss ich durchmachen. Um 8 Uhr kommt der Bellman!
Wir spazieren erst eine Runde ins Bellagio und zocken dort an den Slots (ich) bzw. an der Bar (Österreich).
Nach einem Abstecher ins ARIA, wo wir nochmal gemeinsam an der wunderschönen Lift Bar Platz nehmen, geht es zur finalen Zockerrunde ins Cosmo.
Es gelingt mir tatsächlich, durchzumachen. Um kurz nach 7 verlasse ich den Roulettetisch und gehe aufs Zimmer. Bei bestem Wetter verabschiede ich mich vom Balkon und der Lieblingsstadt.







