Die Underground Bar im Mob Museum

Flüstern statt Leuchtreklame

Speakeasy Bars sind ein Trend, der in den vergangenen Jahren in immer mehr Großstädten weltweit Einzug gehalten hat.
Versteckte Bars im hinteren Bereich von Ladengeschäften, in Telefonzellen oder in Kellerräumen, die erst nach Einladung oder Codewort betreten werden dürfen.

Das Prinzip ist einfach: Wer hineinwill, muss wissen, wie.

Eine der ersten Bars dieser Art in Las Vegas passt zum Thema „Flüsterkneipe“ wie die Faust aufs Auge – und ist mit Abstand unsere Liebste.

In einem historischen Gerichtsgebäude unweit der Fremont Street ist seit 2012 das Mob Museum beheimatet.
Dieses Museum beschäftigt sich mit der Geschichte des organisierten Verbrechens im Allgemeinen und im Speziellen mit dem Einfluss der Mafia auf Las Vegas.

2018 wurde das Museum um eine Abteilung erweitert, die sich mit der Prohibition beschäftigt.

Der soziale Abstieg

Um in die Underground Bar im Mob Museum zu gelangen, muss man zunächst am eigentlichen Gebäude rechts entlanggehen.
Irgendwann gelangt man an eine Kellertreppe, an deren Ende sich eine Eingangstür befindet.

Man klopft.
Eine kleine Schiebeklappe öffnet sich.
Von innen ertönt ein knappes: „Password?!“

Da wir uns nicht mehr in den 1920er-Jahren befinden, wurde uns das Passwort natürlich nicht von einer zwielichtigen Person zugeflüstert, sondern befindet sich zeitgemäß auf dem Instagram-Profil der Underground Bar.

Damals war das für den Autor übrigens der Auslöser, sich die App „Instagram“ zu installieren.

Drinks mit Inszenierung

Nachdem man das Passwort durch den Türspalt geflüstert hat, öffnet sich die Tür – und man befindet sich in einer stilvoll gestalteten, klassischen Bar, in der an Holz und Leder nicht gespart wurde.

Es gibt viel zu bewundern – wir befinden uns hier schließlich in einem Museum, und ein Rundgang lohnt sich.

Unter anderem befindet sich ein Aquarium der Sendung „Tanked“ in der Bar (hierzulande: Die Aquarium-Profis).

Drinks werden hier nicht einfach nur serviert – sie werden dem Thema entsprechend präsentiert.

Als ich mir beim ersten Besuch einen „Old Fashioned“ bestellte, kam zunächst ein Glas mit Eiswürfeln.
Kurze Zeit später reichte mir der Kellner ein Buch mit den Worten:
„And here’s something good to read for you.“

Im ausgehöhlten Inneren des Buches befand sich dann ein kleines Fläschchen mit dem eigentlichen Getränk.

Die Stimmung in dieser Bar ist außergewöhnlich.

Von Freitag bis Sonntag gibt es zusätzlich noch Livemusik.

Eine aktuelle Auflistung der Bands sowie das aktuelle Passwort gibt es unter:
https://themobmuseum.org/exhibit/the-speakeasy/

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