Die am häufigsten anzutreffenden Bars in Las Vegas sind sogenannte Casino Bars. Diese besondere Gattung hat einige Eigenheiten. Drinks gegen Geld werden dort nämlich nur im Ausnahmefall verkauft. Die Währung ist in Las Vegas eine andere.
So befinden sich üblicherweise sogenannte Tabletop-Maschinen auf dem Bartisch. Diese Bartop-Maschinen bieten meist mehrere Spiele. Das mit Abstand beliebteste: Videopoker.

Im Gegensatz zur klassischen Slotmaschine hat man hier mit etwas Übung eine reelle Gewinnchance oder, um es präziser auszudrücken: Das Geld landet nicht ganz so schnell im Rachen des Casinos.
Der Ablauf ist fast überall gleich: Man steckt 20 Dollar in eine Maschine und beginnt zu spielen. In den meisten Fällen kommt der Barkeeper unaufgefordert und serviert das erste Getränk. Nach einigen Minuten des Spielens wird ein Glas vor die Maschine gestellt und der Beleg hineingesteckt. Dort ist der Preis des Getränks zu sehen sowie ein identischer Minusbetrag mit der Bezeichnung „Bar Comp“. Die Gesamtsumme beträgt also immer 0.
In diesem Glas platziert man dann den Tip.
Der Ablauf kann jedoch variieren. Oft ist an der Rückseite ein „Red-Light-/Green-Light-System“ angebracht. Das Licht steht zu Beginn auf Rot, und sobald genügend gespielt wurde, springt das Licht auf Grün.
Die Barkeeper sind meist sehr auskunftsfreudig und informieren den Spieler darüber, ob ein Drink nun „gecomped“ (also kostenlos) ist oder nicht.
Die schönsten Casino-Bars in Las Vegas
Diese Auflistung ist freilich äußerst subjektiv. Ob einem ein Besuch positiv in Erinnerung bleibt, hängt natürlich auch davon ab, wie erfolgreich das Spiel, wie freundlich der Barkeeper oder wie gut der Drink war.
Die Chandelier-Bar (Cosmopolitan of Las Vegas)
Die Chandelier-Bar ist beim Betreten des Cosmopolitan eigentlich nicht zu übersehen. Die Bar erstreckt sich über nicht weniger als drei Stockwerke und wird von einem gigantischen Kronleuchter umrahmt. Die servierten Drinks variieren in jedem Stockwerk. Bartop-Gambling ist allerdings nur im Erdgeschoss verfügbar.

Rund um die Uhr werden hier wirkliche Cocktail-Highlights serviert. Das Team ist eingespielt. In vielen Jahren haben wir hier immer wieder die gleichen Gesichter hinter der Theke erkannt. Auch das spricht für ein gutes Bar-Konzept.
Die Chandelier-Bar ist bekannt für den Verbena-Cocktail. Der Drink ist eine erfrischende Mischung aus Yuzu, Kalamansi und Ingwer. Der Clou ist aber die „Beilage“ – die Szechuan-Blüte (auch Buzz Button genannt).
Man nimmt zuerst einen Schluck des Drinks. Anschließend kaut man für etwa 20 Sekunden die Blüte. Der Mund wird dadurch betäubt (keine Sorge: Ein Gefühl wie beim Zahnarzt bleibt aus). Nun nimmt man wieder einen Schluck – der Drink hat jetzt einen völlig anderen Charakter. Eine echte Geschmacksexplosion.
Times-Square-Bar (New York, New York)
Diese Bar ist nicht wegen der außergewöhnlich guten Drinks berühmt – um ehrlich zu sein, kann ich über die Cocktails nichts sagen; hier wurde meist Bier verzehrt.
Das Highlight ist das Abendprogramm. Allabendlich zwischen 20 Uhr und 2 Uhr am Morgen spielen hier die „Duelling Pianos“. Zwei virtuose Pianisten geben hier ein erstaunlich großes Repertoire zum Besten. Garniert mit einem Tip kann man auch „Wunschzettel“ abgeben. Das Programm ist unterhaltsam, und die Stimmung ist großartig.
Tipp: Die Plätze an der Bar sind heiß begehrt. Am Abend bekommt man meist nur mit etwas Geduld einen Platz – zwei Plätze nebeneinander sind besonders rar.
Es empfiehlt sich also, bereits etwas vor Beginn der Piano-Show Platz zu nehmen. Falls man nicht spielen möchte, kann man alternativ auch einen Sitzplatz im Innenbereich reservieren.

